22.04.2010 | LABO Mode goes international mit österreichischen Jungdesignern

Die Galeries Lafayette sind seit Jahren Gastgeber für Nachwuchsdesigner mit der Dauerplattform LABO MODE in der 2. Etage in Kooperation mit der Berliner Modeschule ESMOD. Ab März 2010 präsentieren die Galeries Lafayette Berlin die Frühjahrs-/Sommerkollektionen der österreichischen Labels Mangelware, Michèl Meyer und Superated und gleichzeitig, in Kooperation mit Österreich Werbung Fotos aus dem neu erschienenen Bildband „Neues Österreich“.

Die Ausstellung aus dem Bildband „Neues Österreich“ präsentiert die Mode der jungen Modedesigner fotografiert in den österreichischen Landschaften als Hintergrund.

MANGELWARE

Die MANGELWARE Sommerkollektion 2010 „WAKEY WAKEY!“ ruft nach langen trüben Wintertagen dazu auf die Trägheit abzuschütteln und sich der wärmeren Jahreszeit zu widmen. Die Idee der Kollektion ist der Moment kurz nach dem morgendlichen Aufwachen, in dem man sich und anderen noch nicht zu streng gegenübersteht. Fein fließende seidiger Denim und linkseitig getragene, klein gemusterte Strickstoffe aus Viskose dominieren die Kollektion. Blusen, die aus großen Kreisen drapiert wurden und am Rücken zu knöpfende Hemden und Trägerblusen zeigen die betont entspannte und gelassene Atmosphäre. Dazu getragen werden weite Strickhosen oder knappe Miniröcke.

Innenseiten (linke Seite) der Materialen werden nach außen geschlagen und setzen farbliche Kontraste. Aufhänger ist auch ein Kleidungsstück, das als Kleid oder als Shirt in mehreren Varianten tragbar ist.
Farblich ist die Kollektion eher zurückhaltend, die fein gemusterten Strickstoffe aus schwarzem, weißem und azurfarbenen Garn oder der eher roten Variante davon aus Weiß, Ziegelrot und Tabakbraun verschwimmen vor dem Auge und beginnen zu flimmern. Dazu passen die silberblauen Denims mit sommerlich blassgelb abgesetzten Nähten und Knöpfen.

Vor vier Jahren entstand das Label mangelware aus einer innovativen Idee. Die junge deutsche Modedesignerin Sandra Schmidt gestaltete hochwertige Kleider aus überdimensional großen Leintüchern, die man traditionell beim Mangeln von Wäsche einsetzt. mangelware steht heute für einen ausgeprägt individuellen Stil, der die Grenzen von Alltagskleidung und Abendgarderobe auflöst und neu definiert. Das zeigt sich unter anderem in der progressiven Verwendung traditioneller textiler Techniken wie Plissieren und Smoken.
www.mangelware.net

MICHEL MEYER

Zum Frühjahr/Sommer 2010 stellt die Wiener Designerin Michel Mayer die Weichheit von Cashmere/Seide und Mousseline, der architektonisch, konstruktiven Wirkung von Memory Crinkle mit Papertouch gegenüber. Im Spiel mit Proportionen und Materialien, definiert die 38-Jährige eine moderne Form der Klassik. Inspiration findet sie bei maskulinen Schnitten. Neu dabei ist, dass die Silhouette der Skizze folgt und nicht der Modezeichnung. Die Gestaltung der Teile ergibt sich also aus der Linie. So wird etwa eine Sakko-Linie auf einem Minirock oder einem bodenlangen Abendkleid angedeutet und die Skizze eines Hosenbundes findet sich als Printdessin auf einem Paillettenkleid wieder.

Die österreichische Designerin Michel Mayer gehört mit ihrem Shop im Herzen von Wien, der auch Showroom und Atelier vereint, zu den Top-Adressen für lässig interpretierte Abend- und Cocktailmode mit saisonal wechselnden Kleinserien und Einzelanfertigungen. Eine Neuheit ist ihre Linie „Semicouture“, die Anfang 2009 erstmals auf der Prêt-à-Porter in Paris vorgestellt wurde und zum Herbst/Winter 2009/10 zur Auslieferung gelangte. Die gebürtige Niederösterreicherin entwirft für Frauen, die mit ihrer Kleidung kreativ umgehen möchten und dabei angezogen sein wollen ohne verkleidet zu wirken. Daher ist die schlichte, minimalistische Handschrift ihrer Entwürfe stets Ausdruck von Formalität.

Eine langjährige berufliche Partnerschaft verbindet die Designerin mit dem Traditions-sticker Hoferhecht aus Vorarl-berg, der mit seinen exklusiven Stickereien, Spitzen, Paillettenstoffen und Applikationen seit je her ein gefragter Partner der Haute Couture ist. So zählen etwa Dior oder Chanel zu den Kunden der Lustenauer. Und eben auch das vergleichsweise kleine Modelabel Michel Mayer aus Wien.
www.michelmayer.at

SUPERRATED

Die neue Frühjahrs/Sommer Männerkollektion 2010 „horizontal“ folgt und interpretiert SUPERATEDs Idee von Männermode neu. SUPERATED zeigt ein reflektiertes Männerbild. Männer mit Humor, Männer abseits von festgefahrenen Männer-Mode-Klischees von minimalistisch bis extrovertiert übertrieben. Das Horizont als ein Trennungs- und Verbindungselement zwischen den Geschlechterrollen. Superated ist eine Überlegung über das Bild der Männer – Männer mit Humor und Vielfalt, voller Vertrauen und Aufmerksamkeit, fern von dem Bild des unbesiegbaren Mann mit dem harten Blick und privilegiert ein extrovertierten Mann. Superated ist vor allem die Liebe zu Materialien von guter Qualität und ethischer Arbeit, die heute nicht weg zu denken ist.

Die Frühjahrs-Sommerkollektion 2010 projeziiert sich in den Horizont und lädt dazu ein, unsere Wahrnehmung der Dinge neu zu positionieren. Die Wirklichkeit hängt immer davon ab, wo wir uns gerade befinden. Für die Wiener Kreateure von SUPERATED ist der Horizont wie ein visuelles Konzept für das Treffen und Trennen von Geschlechterrollen. Eine Theorie, die die Fragestellung um die neue Männlichkeit entfacht.

Superated ist Optimismus und Wagnis zugleich, eine Neudefinition der Silhouette : eine neu interpretierte Garderobe, inspiriert aus der Frauenmode. Strickmode erhält einen starken Platz in diese neue Wiener Kollektion mit horizontalen Einmischungen. „Männer in der ganzen Welt, es gibt ein Licht am Horizont, Habt keine Angst! Tretet in die Welt der Farben und Materialien von Superated“!
www.superated.com

Fotoausstellung aus dem Bildband „NEUES Österreich“

Die Ausstellung aus dem Bildband „Neues Österreich“ zeigt, dass es viel in Österreich zu entdecken gibt. 10 Fotografen reisten je 24 Stunden durch Österreich und hielten dort ihre schönsten Momente fest. In der Modestrecke präsentieren die drei jungen Modelabels superated, Mangelware und Michèl Mayer urbane Outfits in alpiner Umgebung. Dabei ließen sich weder der argentinische Fotograf Nico Ferrando noch die Models von den eisigen Temperaturen am Gletscher oder den neugierigen Kühen im Tal beeindrucken.

Weiteres Bildmaterial schicken wir gern auf Anfrage.